CVHM Mülheim - Christlicher Verein Junger Menschen

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An(ge)dacht

ABER ICH WEISS, DASS MEIN ERLÖSER LEBT.

(Hiob 19, Vers 25)

 

"Das ist nicht mehr mein Land.“ Dieser Satz fiel vor einigen Wochen an einem Ort, an dem man es eigentlich nicht erwartet – beim Zirkeltraining im Fitnessstudio. Der Trainer hatte sich für einen Small-Talk dazugestellt und sprach über das, was in Kitzbühel passiert war.

Ein junger Mann hatte aus Eifersucht vier Menschen getötet. „Das ist nicht mehr mein Land.“

Der Frau, die diesen Satz sagte, merkte man ihre Resignation an - und man kann sie verstehen.

Jeden Morgen in der Zeitung und in den Nachrichten wird man von negativen Schlagzeilen aufgeschreckt. Nur kurz nach dem Vorfall in Kitzbühel dann der versuchte Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle und zwei Opfer, die einfach „nur“ zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Verletzte bei Demonstrationen gegen das, was da gerade an der türkisch-syrischen Grenze passiert.
In Kitzbühel war es ein einzelner Mensch, der seine Gefühle nicht unter Kontrolle bringen konnte.

In Halle war es ein einzelner Mensch, der seinen Hass auslebte. Hier dürfen wir nicht vergessen, dass er zwar ein Einzeltäter war, aber sehr viele Menschen in unserem Land ebenso denken wie er.

Die Situation in der Türkei verdanken wir zwei sogenannten Staatsmännern, die wohl eher aus egoistisch Motiven als für das Wohl ihres Volkes handeln. Das ist nicht mehr unsere Welt. Aber hilft da Resignation ?
Der Monatsspruch für November steht im Buch Hiob:

 

„Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ (Hiob 19,25)

 

Dieser Vers wirkt wie ein Bruch in dem Text. Die 24 Verse davor berichtet Hiob, was ihm alles widerfahren ist. Er klagt darüber, dass Gott ihm Unrecht getan hat. Das Gott ihm „den Weg vermauert hat“ und „Finsternis auf seine Steige gelegt hat“. Hiob fühlt sich „von Gott zerbrochen“ und spricht davon, dass „Gott seine Hoffnung ausgerissen hat wie einen Baum“.

24 Verse, die voll sind von Resignation und dann in Vers 25 ein Satz, der voller Zuversicht, Hoffnung und Stärke ist. Egal was kommt, mein Erlöser lebt und „als der Letzte wir er über den Staub sich erheben“.
Hiob hatte allen Grund zu resignieren, ähnlich wie wir heute. Aber er gibt nicht auf. Er vertraut darauf, dass sein Erlöser lebt. Das sich alles zum Besseren wenden wird.
Wir dürfen auch darauf vertrauen, dass unser Erlöser lebt. In der Adventszeit bereiten wir uns auf das Fest zur Geburt unseres Erlösers vor und dann Heiligabend:

Wir feiern, dass unser Erlöser geboren ist.
Wir brauchen nicht zu resignieren. Wir wissen, dass unser Erlöser lebt. Aber:

Wir sollten dabei helfen, dass die Menschen wieder sagen können „das ist mein Land, das ist meine Welt.“

Wir können von Jesus erzählen, um Hoffnung zu geben und wir können im Namen Jesu handeln und die Welt schon heute ein wenig besser machen.

 

Ihre / Eure  Jutta Tappe

 

 

 

 

 

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